LFP oder NMC: welche Zellchemie ist zu Hause sicherer?
Lithium Eisenphosphat und Nickel Mangan Kobalt Zellen verhalten sich im Brandfall verschieden. Was eine Studie von 2024 gemessen hat und wo ein Speicher in jedem Fall hingehört.
Die zwei üblichen Zellchemien
Die meisten heute verkauften Powerstations und Balkonspeicher nutzen Lithium Eisenphosphat Zellen, oft LFP oder LiFePO4 genannt. Ältere und leichtere Modelle nutzen oft Nickel Mangan Kobalt Zellen, kurz NMC. LFP speichert weniger Energie je Kilogramm, die Geräte sind also schwerer, ist aber bei Überhitzung stabiler und hält meist mehr Zyklen.
Was im Brandfall passiert
Eine Studie von Bugryniec und Kollegen aus dem Jahr 2024 hat die Gase verglichen, die beim Versagen von Zellen entstehen. NMC setzte je kWh etwa zehnmal mehr Kohlenmonoxid frei als LFP, rund 172 gegenüber 19 Gramm. LFP setzte dagegen je kWh mehr als zehnmal so viel Fluorwasserstoff frei, 50 bis 100 Gramm gegenüber weniger als 10. LFP neigt also weniger zum heftigen thermischen Durchgehen, sein Rauch ist aber trotzdem gefährlich. Keine der beiden Chemien ist harmlos.
Wo ein Speicher hingehört
Stellen Sie keinen Lithiumspeicher in einen Flur oder ein Treppenhaus, das Ihr Fluchtweg ist, und nicht ins Schlafzimmer. Wählen Sie einen trockenen Ort mit etwas Luft um das Gerät, fern von Wärmequellen und leicht brennbaren Dingen, und in Reichweite eines Rauchmelders. Laden Sie nur mit Ladegerät und Kabeln des Herstellers, und nutzen Sie ein Gerät nicht weiter, wenn es sich aufbläht, riecht oder ungewöhnlich heiß wird. Bevorzugen Sie beim Vergleich LFP und achten Sie auf ein unabhängiges Prüfzeichen statt auf ein Werbeversprechen.